Geburt von Josia
Dieser Bericht kommt spät, aber von Herzen. Wir sind auch ein Jahr später noch so glücklich und dankbar über die Geburt unseres dritten Kindes, bei der Sabine uns begleitete, so dass ich dieser Bericht seinen Platz bekommen darf.
Bereits unser 2. Kind kam einige Jahre vorher mit Sabine friedlich zuhause auf die Welt. Da wir in der Zwischenzeit umgezogen waren, hatte ich für unser 3. Kind eigentlich eine andere Hausgeburtshebamme. Durch einen Krankheitsfall kam aber Sabine als Vertretung zu einer Vorsorgeuntersuchung zu uns und das war mehr als eine glückliche Fügung.
Wir hatten den ET zum Zeitpunkt der Vorsorge schon einiges überschritten, aber Sabine und wir waren uns sicher, dass ein Rechenfehler bzw. eine falsche Korrektur zu Beginn der Schwangerschaft vorlag. Sie bot uns an, uns weiter zu begleiten, was wir dankend annahmen. Die Zeit war körperlich aber vor allem mental sehr anstrengend, aber Sabine begleitete uns liebevoll und geduldig - immer mit der Option, wenn nötig oder gewünscht, die Geburt im Krankenhaus einleiten zu lassen. Sie kam jeden zweiten, später jeden Abend viele Kilometer zu uns gefahren, untersuchte das Baby und mich, überlegte gemeinsam mit uns, was es braucht um den nächsten Tag gut zu meistern und machte uns so viel Mut. Dem Baby ging es wunderbar – dem war sich Sabine sicher und da wir Sabine kannten, wussten wir auf ihre Expertise und ihre Kompetenz ist vollkommen Verlass. Wir wussten, dass sie kein Risiko eingehen würde und ihre Kompetenzen nicht überschreiten würde. Und so warteten wir weiter. Zwischendurch hatte ich vor allem nachts immer wieder Wehen, aber diese dienten lediglich zur Vorbereitung. Auch in der Nacht vom 25. auf den 26. September hatte ich wieder Wehen und kontaktierte Sabine, doch dann verschwanden sie wieder, bis sie dann am frühen Mittag regelmäßiger wurden. Gegen 14 Uhr kontaktierten wir Sabine erneut, immer noch in der Annahme, dass es falscher Alarm sein könnte. Mein Mann beschloss dann allerdings, dass es Zeit war, dass Sabine kommen sollte und sie machte sich auch direkt auf den Weg zu uns. Das war gut, denn als sie am Nachmittag ankam, hatte die Geburt definitiv begonnen.
Bei unseren ersten 2 Kindern hatten die Geburten jeweils sehr lange gedauert, von daher wusste ich nicht was mich erwartet, aber ich war in einer absoluten Ruhe und Vorfreude. Sabine und Katharina, eine Hebammenstudentin, hatten es sich bei uns eingerichtet, die Stimmung war ruhig und gemütlich, der Kamin war an und ich konnte vollkommen bei mir und meinem Baby sein. Die Wehen nahmen zügig an Intensität an. Dank des Tens-Geräts konnte ich sie sehr gut veratmen und aushalten. Sabine und Katharina waren in der gesamten Zeit ein eingespieltes Team und für mich und uns als Paar ein absoluter Ruhepol. Ich wechselte immer wieder die Räume und Sabine ließ mir den Raum, den ich gerade brauchte. Sie untersuchte punktuell den Herzschlag des Babys, aber sowohl sie wie auch Katharina waren ein Teil des Ganzen, vollkommen integriert.
Irgendwann merkte ich, es ist Zeit für den Pool und so stieg ich ein. Die letzte Phase hatte begonnen und zog sich allerdings etwas. Sabine machte mir immer wieder Mut und bestärkte mich, dass ich das schaffen würde. Mein Mann unterstütze mich im Pool die Wehen zu veratmen. Es war wirklich anstrengend. Aber gegen kurz vor 7 am Abend war es dann soweit – unser kleine Junge durfte komplett friedlich und zuhause auf die Welt kommen – was für eine Freude!
Die Nabelschnur, die sich um seinen Hals gelegt hatte und die Presswehen wahrscheinlich erschwerten, wickelte Sabine einfach auf und unserem Sohn ging es trotzdem sehr gut.
Wir kuschelten uns gemeinsam auf dem Sofa ein, Sabine und Katharina hatten alles wunderbar vorbereitet. Wir hätten nicht glücklicher sein können. Später kamen unsere 2 großen Kinder dazu. Sabine integrierte die beiden ganz natürlich ins Geschehen, zeigte ihnen die Plazenta, sie durften bei der Nabelschnurdurchtrennung dabei sein, ihr Brüderchen halten und so waren auch sie ein Teil dieses wunderbaren Erlebnisses.
Wir sind so dankbar, dass wir uns durch Sabine in Geduld geübt haben und auf die Geburt gewartet haben, dass wir unserem Sohn die Zeit gegeben haben, dann zur Welt zu kommen, wenn es richtig und vor allem gut für ihn war. Ich bin davon überzeugt, dass das zu einer Geburt geführt hat, die genau im „richtigen Tempo“, friedlich und im Rahmen meiner Kräfte stattgefunden hat. Auch heute, ein Jahr später, blicke ich voller Freude auf diese Geburt zurück. Sabine hat uns gezeigt, wie wertvoll es ist, auf den eigenen Körper und das eigene Kind zu vertrauen. Ich kann jeder Frau und jeder Familie eine Begleitung und Geburt mit Sabine nur vollkommen ans Herz legen.
Von Herzen Danke – Myriam und Arne, mit Henri, Merle und Josia.
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