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Geburt von Rosemarie

November 29, 2017

 

Hausgeburt geplant, Klinikgeburt geworden

 

Unsere Tochter ist mittlerweile fünf Monate alt. Dass sie ein so fröhliches und zufriedenes Baby ist, liegt auch an der Begleitung von Sabine Braun.

Um einen vollständigen Bericht schreiben zu können, muss ich ganz vorne anfangen.

Schon lange bevor ich schwanger war, stand für mich fest, dass ich unsere Kinder zuhause auf die Welt bringen möchte. Dies hat keine spirituellen Gründe und mein Mann und ich würden uns auch nicht als „alternativ“ bezeichnen. Ich mag schlichtweg keine Krankenhäuser und schon gar nicht die Bilder von Geburten im Krankenhaus, wie man sie manchmal in Filmen sieht. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und habe oft beobachtet, wie Kühe und Katzen ihre Jungen gebären. Sie bringen sie in Ruhe und in ihrem eigenen Tempo auf die Welt und so wollte ich es auch tun.

Nach einem positiven Schwangerschaftstest machte ich mich auf die Suche nach einer Hebamme. Die eine Möglichkeit war das Geburtshaus, denn die Hebammen dort begleiten auch Geburten zuhause. Die zweite Möglichkeit, für die mein Mann und ich uns dann auch entschieden, fanden wir in Sabine Braun. Nach unserem Kennenlern-Gespräch hatten wir ein sehr gutes Gefühl. Sie war uns sympathisch und auch die Tatsache, dass sie zudem sowohl die Vor- als auch die Nachsorge machen würde, gefiel uns sehr.

Die Schwangerschaft verlief völlig problemlos und entspannt. Sabine kam regelmäßig zu uns nach Hause, die Vorsorgeuntersuchungen wurden in aller Ruhe gemacht und sie blieb so lange bis all unsere Fragen, die wir als werdende Eltern so hatten, beantwortet waren. So konnten Ängste und Zweifel beseitigt werden und wir wurden uns immer sicherer in unserer Entscheidung. Im Laufe der Zeit baute sich ein vertrauensvolles Verhältnis auf. Einzig für den Ultraschall in der 20. Woche gingen wir zu einer Frauenärztin. Hier wählten wir eine Ärztin, die Sabine uns empfohlen hatte, da meine bisherige Frauenärztin Hausgeburten gegenüber skeptisch eingestellt war.

Als der Entbindungstermin näher rückte, waren wir sehr positiv gestimmt. Die Bedenken, dass etwas schief gehen könnte, waren verschwunden. Wir hatten das Gefühl, dass wir uns absolut auf Sabine verlassen können und sie rechtzeitig erkennen würde, wenn während der Geburt ein Risiko entsteht und eine Verlegung ins Krankenhaus notwendig ist.

Wie üblich ging Sabine drei Wochen vor ET für uns in Bereitschaft. Ich hatte noch nicht das Gefühl, dass es bald los gehen würde und außerdem wäre es sehr unpraktisch gewesen, da die Fassade unseres Hauses renoviert wurde und tagsüber vor unseren Fenstern Gipser auf dem Gerüst arbeiteten. Einen Tag vor ET wurde das Gerüst abgebaut und an diesem Tag ging der Schleimpfropf ab. Ich freute mich, denn das hieß, dass die Geburt näher rückte.

Drei Tage nach ET entdeckte ich bei einem Toilettengang nachts um eins, dass Fruchtwasser abging. Ich hatte leichte Wehen, ähnlich wie Übungswehen. Ich rief Sabine an und sie kam eine Stunde später vorbei. Sie machte ein CTG und sagte uns, dass wir nun schlafen sollen. Am Samstagvormittag kam sie wieder und wir versuchten mit verschiedenen Herangehensweisen die Wehen in Gang zu bringen. Da diese jedoch weiterhin auf sich warten ließen und die Infektionsgefahr aufgrund der offenen Fruchtblase immer weiter stieg, riet uns Sabine, in die Klinik zu wechseln. So fuhren wir am Sonntagmorgen in die Filderklinik. Sabine hatte schon mit den Hebammen telefoniert und uns angekündigt. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen. Die Geburt wurde dann mit dem Wehencocktail eingeleitet und die Wehen kamen zuverlässig und für einige Zeit ging es gut voran. Als der Muttermund 5cm auf war, stockte es. Da die Fontanelle unseres Kindes angeschwollen war, konnte die genaue Lage im Bauch nicht bestimmt werden. Letztendlich kam unsere Tochter dann nach einigen Stunden Wehentropf mit Hilfe von Dammschnitt und Saugglocke am Montagmorgen auf die Welt. Hinterher stellte die Ärztin fest, dass unsere Tochter etwas verdreht in der hinteren Scheitelbeineinstellung im Bauch lag.

Nachdem ich unsere Tochter das erste Mal gestillt hatte, wurden wir auf die Wöchnerinnen-Station verlegt. Dort warteten wir auf den Kinderarzt für die U1. Was uns sehr gefreut hat, war, dass Sabine für einen kurzen Besuch vorbei gekommen ist. Gegen Mittag sind wir nach Hause gefahren und konnten uns endlich als Familie gemeinsam in unser eigenes Bett kuscheln.

Sabine hat uns an diesem Tag noch zwei Mal besucht und nach uns geschaut. Sehr schön fanden wir, dass sie anfangs zweimal täglich, dann mehrere Tage täglich vorbei gekommen ist und erst dann langsam die Abstände vergrößert hat. Mit der Zeit gehörte sie eigentlich schon zur Familie dazu. Sie hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass wir uns als Familie eingefunden haben.

Fazit:

Die Geburt selbst verlief ganz anders als gedacht und im Prinzip haben wir genau das erlebt, was wir durch eine Hausgeburt vermeiden wollten. Dadurch, dass Sabine lange in der Filderklinik gearbeitet hat, kennt sie alle Abläufe und viele Hebammen und Ärzte dort. So konnten wir mit ihr gut über die Geburt sprechen und diese verarbeiten. Und dadurch, dass wir während der Vorsorge und dann bei der Nachsorge ein so vertrauensvolles Verhältnis zu ihr aufgebaut hatten, fühlten wir uns immer bestens umsorgt. Sie hat uns  frischgebackene Eltern den Einstieg in den neuen Lebensabschnitt richtig leicht gemacht. Bei einem weiteren Kind würden wir wieder eine Hausgeburt mit Sabine planen.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei dir, liebe Sabine, für deine Begleitung bedanken!

 

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