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Geburt von Joa

November 29, 2017

Durch einen Hypnobirthingkurs, den ich mit meinem Partner besuchte, wurde ich mir bewusst dass ich unser Kind gerne zuhause zur Welt bringen wollte. Meine Tochter war im Krankenhaus zur Welt gekommen und die Geburt dauerte viele Stunden und verlief weniger schön. Diesmal nahm ich mir vor, würde alles anders werden. Und es wurde anders und zwar gut anders :)

 

Morgens um 5 Uhr wachte ich auf, weil meine kleine Tochter so starken Husten hatte.

Ich stand mit ihr auf und machte Tee. 

Dann bemerkte ich ein Ziehen im Unterleib.

Da ich so ein ähnliches Ziehen die Tage davor schon ein paar Mal hatte, dachte ich mir nichts dabei.

Ungefähr um 6:30 Uhr war das Ziehen so stark geworden, dass ich mir nicht mehr ausreden konnte, dass es keine Wehen seien. 

Und da meine erste Geburt 40 Stunden dauerte, sagte ich mir, dass ich ja noch endlose Zeit hätte, um Sabine anzurufen. 

Meine Tochter wurde in der Zwischenzeit abgeholt und ich bereitete mich auf die Geburt vor.

Es war ungefähr 7 Uhr als ich mich dann durchgerungen habe, Sabine anzurufen. 

Ich machte mir Gedanken, dass sie einen langen Anfahrtsweg hat und es womöglich Fehlalarm sei. 

Jedenfalls waren die Wehen so stark, dass ich Badewasser einließ, mich hineinsetzte und versuchte die Hypnobirthing-CD mit der Regenbogenentspannung anzuhören.

Ich wollte aber nur atmen und sonst nichts. Deshalb pfefferte ich das Gerät in eine Ecke. Trotzdem hatte mir der Kurs gut geholfen, um meine Ängste vor der Geburt loszulassen.

Der werdende Papa bestärkte mich darin, dass ich einfach meinem Gefühl folgen sollte.

Ich fing an zu tönen, woraufhin die Nachbarin mit irgendetwas an die Decke klopfte. 

Dies war mir in diesem Moment ziemlich egal. 

Sabine kam bei uns an und es gab mir Sicherheit, sie jetzt an meiner Seite zu wissen. 

Der werdende Papa wurde im Wohnzimmer mit der Aufgabe den Geburtspool aufzupumpen vertraut gemacht. 

Ich glaube er war ganz froh, eine konkrete Aufgabe zu haben.

Irgendwie fingen ziemlich schnell die Presswehen an und ich schob und schob. Sabine bestärkte mich in meinem Tun. Im Gegensatz zu der ersten Geburt tat es zwar weh, jedoch war es ein Schmerz den ich gut aushalten konnte und nicht wie bei der ersten Geburt einer, von dem ich überrollt wurde, bis ich es nicht mehr aushielt. Es waren einfach Schmerzen, die gut waren, weil ich wusste sie würden mein Baby auf die Welt bringen.

Ich brachte die Geburt eigentlich mehr oder wenig in der Hockposition zu, zwischen den Wehen legte ich mich immer wieder auf den Rücken, um kurz zu verschnaufen. Der werdende Papa war so lieb, mir ein großes weiches Kissen zu bringen an das ich mich anlehnen konnte. Sabine schlug mir vor auch mal eine andere Position auszuprobieren, das wollte ich aber nicht.

Der Pool war jedoch nicht mehr notwendig, denn innerhalb von einer Stunde wurde unser Sohn in der Badewanne geboren.

Da ich schon eine ziemlich komplizierte und sehr langatmige Geburt erlebt hatte, war ich umso überwältigter und überglücklich unseren Sohn im Arm zu halten. Und war überrascht, dass eine Geburt so schnell und auch schön sein kann.

Die Geburt war so ein wunderschönes Erlebnis, das ich nie mehr missen möchte. 

Sabine hatte mir im Vorfeld so viel Mut gemacht und Gelassenheit mitgebracht und in meiner bekannten Umgebung konnte ich so gut loslassen und mich entspannen. 

Ich war überglücklich, sodass ich wirklich sagen kann, es war einer der schönsten Tage meines Lebens. 

Danke Dir Sabine, dass Du uns das mit ermöglichst hast!

 

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